Der Nahkauf am Lichtenturmweg schließt zum 31. Mai dieses Jahres. Damit entfällt für alle Anwohner/innen die Möglichkeit fußläufig einzukaufen. Um die Meinung und Anregungen der Betroffenen zu erfahren, regt die Demokratische Initiative Paderborn (DIP) für kommenden Freitag ein Treffen mit allen Anwohnern/innen an.
"Besonders ältere Mitbürger/innen und Menschen mit Behinderung sind von der Schließung betroffen", so der DIP-Fraktionsvorsitzende Reinhard Borgmeier. Für diese Personengruppe sei oftmals auch der Weg zum Südring-Einkaufszentrum zu weit, da ihnen selbst das Busfahren schwerfalle. Nicht unterschätzen dürfe man auch die "soziale Komponente" des Einkaufladens als Ort des Austausches, meint Borgmeier, der auch Mitglied im Bauauschuss ist und fügt hinzu: "Der DIP ist es wichtig, mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen, um ihre Sorgen, aber auch ihre Ideen wie es evtl. weitergehen könnte, zu erfahren."
Das Treffen mit den Anwohner/innen findet am Freitag, den 17. März um 15 Uhr direkt vor dem Nahkauf statt. Alle Betroffenen und Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Seit 2. Februar liegen sie im Einwohnermeldeamt aus, die Listen zur Unterstützung eines Volksbegehrens mit dem Ziel, das Lernen an den Gymnasien in NRW wieder umzustrukturieren. G9 statt G8 fordert die Initiative „G9 jetzt NRW“.

„Nur zur Erinnerung: Das von der CDU-FDP-Vorgänger-Landesregierung umgesetzte G8-Modell ist das Wunschmodell der Industrieverbände gewesen. Sie hatten immer wieder lautstark gefordert, die Schulzeit zu verkürzen und die jungen Leute schneller reif für den Arbeitsmarkt zu machen“, sagt Roswitha Köllner, Ratsfrau und Mitglied im Schulausschuss. „So wurde dann im Jahr 2005 die Verkürzung der Sekundarstufe I um ein Jahr an den Gymnasien eingeführt.“

Die Bürgerbewegung "Gaspreise runter" bietet wieder ihre Hilfe an. Wer Fragen zur Eon-Abrechnung zu alten Preisen hat, kann sich im Rahmen einer Sprechstunde beraten lassen.
Die Beratung findet statt am Mittwoch, den 8. Februar, von 16.30 bis 18.30 Uhr in der Ferdinandstraße 17 in Paderborn. Roswitha Köllner, Sprecherin der Initiative: "Wichtig ist es, dass die Betroffenen ihre angegebenen Abschlagszahlungen vorher kontrolliert haben und dann die komplette Abrechnung mitbringen."

Wie viel Sicherheit brauchen wir? Wann beginnt der Überwachungsstaat?
Die intensive Diskussion über die Sicherheitslage in der Republik macht auch vor Paderborn nicht Halt. Vor diesem Hintergrund stellt die Demokratische Initiative Paderborn in der nächsten Ratssitzung eine Anfrage zur Videoüberwachung in der Stadt.

Zunächst sei eine Bestandsaufnahme erforderlich. Die Verwaltung wird gebeten mitzuteilen, an welchen Orten in der Stadt Videokameras installiert sind und wer diese Kameras betreibt.
Daraus ergäben sich dann auch die Fragen nach dem Datenschutz und ob die Überwachungsmöglichkeiten zur Aufklärung von Straftaten beigetragen haben bzw. ob und
wo es weitere Bedarfe gibt.

„Wir müssen das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen“, sagt Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der DIP im Rat, und ergänzt, „die Frage ist aber, ob mit mehr Videoüberwachung mehr Sicherheit produziert wird.“

Die nächste Ratssitzung findet am Donnerstag, den 9. Februar um 17 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses statt.

Vor Ort in Sande: Günter Neumann (DIP), Vilena Geft (Pflegedienstleitung Lia Pflege, Sande), Hilde Förster (Bewohnerin der Pflegeresidenz) und Peter Leppin (DIP)

Hilde Förster ist Bewohnerin der Pflegeresidenz am Lippesee in Paderborn-Sande. Die rüstige Seniorin genießt es, auch im Alter selbstbestimmt zu leben ohne auf Pflege verzichten zu müssen.
„Mit meinem Rollator komme ich noch gut voran“, so die Seniorin, die regelmäßig zu Fuß zur Krankengymnastik geht. Die Praxis befindet sich allerdings auf der anderen Straßenseite und hier liegt das Problem: Frau Förster schafft es mit ihrem Rollator nicht alleine die vielbefahrene Sennelager Str. zu überqueren.

Herr Bürgermeister,
verehrte Kolleginnen und Kollegen,

seit geraumer Zeit zerfällt unsere Gesellschaft immer stärker in Arm und Reich, weil die soziale Ungleichheit bei den Einkommen und Vermögen enorm zugenommen hat. Während das reichste Geschwisterpaar des Landes, Stefan Quandt und Susanne Klatten, im Frühsommer 2016 für das Vorjahr eine Rekorddividende in Höhe von 994,7 Mio. Euro nur aus BMW-Aktien bezog, lebten fast zwei Millionen Kinder und Jugendliche in landläufig als „Hartz-IV-Familien“ bezeichneten Bedarfsgemeinschaften und mussten je nach Alter mit 237,27 € beziehungsweise 306 € im Monat (plus Miet- und Heizkosten) auskommen. Mehrere hunderttausend alleinerziehende Mütter sind froh, wenn sie am 20. des Monats noch etwas Warmes auf den Tisch bringen.
In NRW haben im vergangen Jahr deutlich mehr Menschen Leistungen der sozialen Mindestsicherung bekommen. Mit rund 2,1 Millionen Menschen stieg die Zahl der Hilfe-Empfänger im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent, wie das statistische Landesamt mitteilt.