Veranstaltung am 1. Dezember um 19 Uhr in der AWO-LEO. Als Geburtstagsgeschenk der besonderen Art bezeichnet die Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ das neue Urteil des Europäischen Gerichtshofes. Vor 10 Jahren hat sich die Bürgerinitiative gegründet, weil sich viele Menschen von Energieversorgern mit der Erhöhung der Preise abgezockt fühlten. Jetzt gibt es das erste Urteil, das die Preiserhöhungen seit 2004 für Gas- und Stromkunden in der Grundversorgung als nicht rechtens ansieht.  „Auf Eon und alle anderen Energieversorger in der Bundesrepublik können Rückforderungen in Milliardenhöhe zukommen, denn dieses Urteil gilt nicht nur für Verweigerer, sondern für alle Kunden in der Grundversorgung“, sagt Roswitha Köllner, Sprecherin der Bürgerinitiative „Gaspreise runter“.

Gespannt sind die Verweigerer, was mit dem zurzeit noch ruhenden Prozess vorm Kartellgericht in Dortmund und den ca. 700 Prozessen vor den Amtsgerichten im Umkreis geschieht. Mit dem Blick auf das zu erwartende EuGH-Urteil waren die Verfahren ausgesetzt worden. Das Urteil liegt jetzt vor. „Wird Eon versuchen, Zeit zu schinden und jetzt noch auf ein BGH-Urteil im nächsten Jahr warten wollen? Werden die Verfahren still und leise zurückgezogen? Wird Eon versuchen, sich außergerichtlich mit den Verweigerern zu einigen?“, fragt  Köllner.

Um die Bedeutung des EuGH-Urteils für Verweigerer und Nicht-Verweigerer zu klären und das weitere Vorgehen insgesamt zu diskutieren, lädt die Bürgerinitiative „Gaspreise runter“ zu einem Treffen ein. Es findet statt am Montag, 1.12. 2014 um 19 Uhr in der AWO-LEO, Leostraße 45 in Paderborn.