Die Deutsche Umwelthilfe hat ausgerechnet, dass in Deutschland jedes Jahr mehr als 2,8 Milliarden Einwegbecher im Müll landen, 320.000 Becher stündlich.

Laut ndr.ratgeber werden für die Produktion der Becher gebraucht: 43.000 Bäume jährlich für das Papier,
1,5 Milliarden Liter Wasser – jährlicher Verbrauch einer mittleren Kleinstadt und Strom im Umfang des jährlichen Verbrauchs einer Stadt wie Schwerin. Die Herstellung der Kunststoffdeckel, der Rührstäbchen und der Pappmanschetten ist in diesen Zahlen nicht enthalten.

Die Stadt Freiburg hat Ende 2016 ein Konzept zum Einsatz von Mehrwegbechern umgesetzt. Betriebe, die Kaffee ausschenken geben ihren Kunden einen Becher gegen Pfand. Dieser kann nach Benutzung in einem der teilnehmenden Betriebe wieder zurückgegeben werden. Ähnliche Systeme gibt es bereits in mehreren deutschen Städten, so in Hamburg und München. Auch die Stadt Bielefeld plant die Einführung eines Mehrwegsystems, wie aus dem Protokoll der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz vom 24. Januar dieses Jahres hervorgeht.

Roswitha Köllner, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion / offene Liste: "Durch die Einführung eines Mehrweg-Pfandsystems könnte auch in Paderborn der Müllberg reduziert werden. Damit würde die Stadt einen guten Beitrag zum Klimaschutz leisten."

Der Rat diskutiert über den Antrag in seiner Sitzung am Donnerstag, 22. Juni 2017 (17 Uhr, großer Sitzungssaal).