Seit Sonntagabend befinden sich die hiesige CDU und mit ihr der neue Bürgermeister in euphorischer Stimmung: Ihren "triumphalen" Erfolg bei den Kommunalwahlen in der Stadt Paderborn preisen sie. Und in den Medien heißt es, diese Stadt sei ganz und gar "schwarz" geblieben. Wer näher hinschaut, kann erkennen: Diese Deutung geht vorbei an der Realität. Keineswegs haben "die" PaderbornerInnen sich für die CDU und für Michael Dreier entschieden. Was die Wahlergebnisse für die CDU angeht: Nur etwa ein Viertel der Wahlberechtigten in unserer Stadt hat dieser Partei ihre Stimme gegeben, und die FDP als ihre Helferin im Stadtrat ist kläglich abgesackt. Insofern ist es irreführend, von einer Zustimmung der großen Mehrheit der hiesigen Bürgerinnen und Bürger für eine CDU-Stadtregierung zu reden.

Allerdings ist auch festzustellen: Das "andere Paderborn" hat bei den Wahlen zum Stadtrat und zum Amt des Bürgermeisters nur unzureichend Ausdruck gefunden und mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten hat die Stimme nicht abgegeben. Über die Gründe dafür sollte man nachdenken. Die kommunalpolitische Szene in der Paderstadt muss nicht so bleiben wie sie jetzt ist.