„Jetzt wird doch etwas deutlicher, warum sich die CDU so für den Standort Hoppenhof erwärmen kann. Wer bisher nur über die Motive für den politischen Schwenk munkelte,  könnte jetzt bestätigt werden.`Heimische Investoren zeigten Interesse' für die Alanbrooke Kaserne teilt Fraktionsvorsitzender Markus Mertens der Öffentlichkeit mit. Da darf fröhlich spekuliert werden, wer gemeint ist,“ kommentiert  Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP) im Rat die Stellungnahme der CDU nach den Haushaltsberatungen.

Borgmeier weiter: „Offensichtlich ist der CDU auch schon das Kaufpreis-Angebot für den Hoppenhof bekannt. Meine Nachfrage beim Bürgermeister in der interfraktionellen Runde wurde mit Hinweis auf die laufenden vertraulichen Gespräche noch negativ beschieden. Da ist sie wieder, die Papierblatt-Theorie zwischen  Partei, Fraktion und Bürgermeister. Die zur Schau getragene Offenheit und Transparenz dient dann nur zur Vertuschung anderer Interessenlagen. Wir können nur dazu raten, schnellstmöglich den gewählten Vertretern alle Informationen auf den Tisch zu legen. Wer dann auf kritische Äußerungen anderer Fraktionen polemisch reagiert, will wo nur die Flucht nach vorn antreten.“

Dieter Honervogt irrt darüber hinaus mit seiner Behauptung, alle Fraktionen seien sich einig gewesen, die Florianstraße noch nicht zu verkaufen. Mit Antritt der DIP zu den Kommunalwahlen 2004 fordern wir – nachlesbar – die Vermarktung des Parkplatz Florianstraße und die Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs. Daran hat sich  nichts geändert, die Forderung haben wir immer wieder erneuert. Insbesondere der stellvertretende Bürgermeister Honervogt hat immer wieder auf die jährlichen Erlöse durch die Parkplatzgebühren in Höhe von rund 400.000 € hingewiesen und damit den Nichtverkauf begründet.

Borgmeier abschließend: „Es spricht nichts dagegen, neue Umstände zu prüfen. Für eine Meinungsbildung aller politischen Fraktionen ist dann aber auch ein gemeinsamer Informationsstand erforderlich. Für uns steht aber nach wie vor die Alanbrooke Kaserne als neuer Standort der Stadtverwaltung im Vordergrund, vor allem aus städtebaulicher Sicht.“