Politische Diskussion, Grünkohl und Kultur beim Dreikönigstreffen

Nicht nur Grünkohl gab es beim traditionellen Dreikönigstreffen der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP), auch Musik der Gruppe "Nachklang" und politische Diskurse. Im Rückblick auf das vergangene Jahr stellte Reinhard Borgmeier (Fraktionsvorsitzender im Stadtrat) heraus, dass mit dem Entschluss zur Wiederbelebung der Paderborner Stadtwerke kommunalpolitisch der richtige Weg beschritten sei, so wie es die DIP seit langem fordere: In der Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger "kommunal statt privat" vorzugehen. Nun müsse für diesen neuen Anfang tätige Zustimmung der Verbraucher eingeworben werden. Borgmeier kündigte an, die DIP werde weitere Vorschläge in die städtische Debatte bringen, um sozial ausgerichtete Lebensverhältnisse zu stärken. Das sei auch notwendig, wenn diffuser Verdruss vermieden werden solle, den dann Rechtspopulisten ausnutzen könnten.

Mit diesem Thema setzte sich beim DIP-Treffen auch Arno Klönne auseinander. "Es sind nicht alle, die anderenorts bei Pegida und ähnlichen Demos mitlaufen, Ganz- oder Halbnazis", so seine Einschätzung. Für eine Hinwendung zu so etwas wie "Pagida" dürfe die Paderstadt keinen emotionalen Raum bieten: "Aufklärende Aktionen und bürgerschaftliche Zusammenarbeit können dafür sorgen, dass Angst und Aggression gegenüber Zuwanderern hier vor Ort keine Chance bekommen". Diese Aufgabe solle man nicht den Politikverwaltern überlassen, da sei zivilgesellschaftliche Selbsttätigkeit gefragt. Felicitas Kniesburges vom Vorstand der DIP unterstützte diese Aufforderung - mit der Paderborner "Mahnwache" am Neujahrstag vor dem Rathaus sei ein erster Anstoß gegeben.

FOTO: Klaus Schüssler (Bildmitte) von der Paderborner Band „Nachklang“ führte durch das musikalische Programm