Informationen aus erster Hand vom Betriebsrat Fujitsu v.l.n.r.: Roswitha Köllner (DIP), Reinhard Borgmeier (DIP), Rainer Lummer (DIP), Peter Wottawa (Betriebsrat Fujitsu), Andreas Ziebarth (Betriebsratsvorsitzender)

Ende September 2016 sollen bei Fujitsu am Heinz-Nixdorf-Ring die Lichter ausgehen. Die meisten der aktuell rund 580 Beschäftigten sind vor allem in Forschung und Entwicklung tätig, sowie im Kundendienst. Viele arbeiteten hier schon, als das Unternehmen noch Nixdorf hieß und haben die 50 überschritten. Ein schwerer Schlag auch für den IT-Standort Paderborn.

Gründe also genug, für die Ratsfraktion der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP), sich vor Ort ein Bild im Gespräch mit dem Betriebsrat zu machen. Betriebsratsvorsitzender Andreas Ziebarth kritisierte, dass der japanische Konzern bis heute noch keine nachvollziehbaren Gründe vorgelegt habe. „Der Betriebsrat hat durch Zufall von der Betriebsschließung erfahren. Wir laufen den Informationen hinterher. Wir prüfen jetzt erstmal die Alternativen. Natürlich wollen wir den Standort erhalten, auf jeden Fall die Maßnahme zeitlich strecken“.

„Es ist natürlich sehr schwer, auf die Entscheidungsebene in Japan Einfluss zu nehmen, aber dennoch muss sich der Konzern der sozialen Verantwortung stellen“, fordert Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der DIP. Da die öffentliche Hand ein großer Kunde ist, müsse auch die Politik in Bund, Land und Kommune Druck auf die Entscheider ausüben. „Kompetenz im IT-Business muss in der Region gehalten werden, sonst können wir den Heinz-Nixdorf-Ring bald wieder in Frankfurter Weg zurück benennen.“

Die Fraktion sagte Betriebsrat und Belegschaft Unterstützung zu und will sich für eine gemeinsame Initiative im Rat stark machen.