Eine umfassende im Europaparlament veröffentlichte Studie des Handelsexperten Thomas Fritz zu TTIP und CETA zeigt, dass die Versprechungen von Wachstum und Wohlstand für alle Bürger auf tönernen Füßen stehen. Im Gegenteil: Die Abkommen verstärken die soziale Ungleichheit und durch den drohenden verschäften Wettbewerb verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen. Zahlreiche Regulierungen geraten ins Blickfeld der Freihandelsabkommen: Arbeits- Umwelt- und Verbraucherschutz. Auch der Gesundheitsbereich sowie die Medien- und Kulturpolitik sind von TTIP und CETA betroffen. Zudem räumt das in den Abkommen vorgesehene Schiedsverfahren ausländischen Investoren das Recht ein, nationale Gerichte zu umgehen.

Besonders kritisch sieht Borgmeier die Auswirkungen der Verträge auf die Kommunen: „Überschuldete Kommunen werden zu Privatisierungen gedrängt, während sich die Konzerne die Rosinen aus dem Kuchen (der öffentlichen Wirtschaft) picken dürfen. Durch die Ratifizierung der Handelsverträge ist dieser Prozess unumkehrbar, d.h. Rekommunalisierungen werden damit unmöglich gemacht. Soziale Errungenschaften und die öffentliche Daseinsvorsorge werden somit durch die Freihandelsabkommen ausgehebelt. Dieser massive Eingriff in den Handlungsspielraum der Kommunen sollte zum Wohl aller Bürger unbedingt verhindert werden.“

Für die Fahrt zur Demo nach Köln gibt es am Samstag zwei Zugverbindungen: Treffpunkt ist 8 Uhr oder 8.30 Uhr vor dem Paderborner Hauptbahnhof.