Die Wahlergebnisse für den Paderborner Stadtrat: Leichter Zugewinn für die CDU, aber eine absolute Mehrheit hat sie nicht erreicht. Die Christdemokraten werden sich um Unterstützung bei der heftig abgesunkenen FDP bemühen müssen. Gleichbleibend die Grünen, aber einen Sitz haben sie eingebüßt. Die SPD hingegen hat einen dazugewonnen. Verluste bei der FBI, neu im Stadtrat zwei AfD-Vertreter und ein Pirat. Verluste auch bei der DIP, sie hat zwei Sitze weniger. Als Bürgermeister triumphiert Michael Dreier von der CDU, ziemlich weit abgeschlagen ist Andreas Krummrey, der gemeinsame Kandidat von SPD, Grünen und DIP.

Roswitha Köllner, Vorsitzende der DIP und wieder im Stadtrat, zu diesem Ergebnis: "Was zu befürchten war, ist eingetreten - die Kommunalwahlen wurden überformt von den Europawahlen und damit dem parteipolitischen Konkurrenzschema. Und leider ist es diesmal nicht gelungen, die CDU aus der Erbpacht für das Paderborner Bürgermeisteramt abzulösen. Aber die heimischen Christdemokraten sollten es mit der Euphorie nicht übertreiben - nach der Wahl kommen die Mühen der kommunalen Politik. Und damit kommt auch der Praxistest für den neuen Bürgermeister."

"Wir sind weiter in der kommunalen Opposition", sagt Reinhard Borgmeier, ebenfalls wieder für die DIP im Stadtrat; "ein Grund zur Resignation ist das für uns keineswegs. Die CDU wird rasch zur Kenntnis nehmen müssen: Die DIP ist konfliktfähig."