"Bundesregierung offen für Fracking" - meldet die "Frankfurter Allgemeine" (17.11.2014).

Offenbar hat das Kabinett Merkel mit Rückhalt bei den Koalitionsparteien die Absicht, nun doch dem umstrittenen Verfahren zur Gewinnung von Schiefergas gesetzlich die Bahn zu öffnen, auf möglichst unauffälligem Wege, mit Hilfe einer "Expertenkommission". In dem Bericht der FAZ heißt es: "Frühere Pläne für ein solches Verbot bis zu einer Tiefe von drei Kilometern sind damit offenbar vom Tisch".

Unternehmerverbände wenden sich derzeit gegen eine "zu restriktive Energiepolitik". So wird auch dem Fracking Zuspruch gegeben. Selbst wenn diese Fördermethode keine langfristige Ausbeute bringt, ist sie kurzfristig profitversprechend für die einschlägigen Firmen. Laut FAZ hat aber auch der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie "sein Interesse an dieser Art der Gasförderung gezeigt" - nach einem Besuch in Texas. Er und seine Gewerkschaft pflegen enge Kontakte zur mitregierenden SPD.
Also - wer Fracking verhindern will, wird selbst aktiv bleiben oder werden müssen; von der Budesregierung und der Mehrheit im Bundestag ist in dieser Sache ein Nein nicht zu erwarten.

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