Für die Beratung der Tagesordnungspunkte 4 - 7 der nächsten Bauausschusssitzung stellen sich für meine Fraktion noch einige Fragen um deren Beantwortung die Verwaltung gebeten wird.

Iggenhauser Weg

Welche Abstände zur Wohnbebauung (zum Lülingsberg, zur Langen Trift) werden von den beiden „beklagten“ WEA eingehalten? Zum Vergleich: Welche Abstandsregelungen gelten in anderen Gemeinden (z. B. Lichtenau oder Büren)?
Wurden die von den Investoren vorgelegten BImSch-Gutachten nachgeprüft? 
Es gibt ernst zu nehmende Hinweise auf fehlerhafte Berechnungen, die zu einer Neubewertung / Neuerstellung der Lärmimmissionsgutachten bzw. zur Ablehnung der BImSchG-Anträge führen könnten, wenn Grenzwerte „nach Stand der Technik“ de facto überschritten werden? 
Wurde geprüft, inwiefern die geplanten WEA’s am Iggenhauser Weg – gemäß 107. Änderung des FNP – eine wesentliche Erweiterung des Windparks Borchen / Dörenhagen darstellen (s. Gutachten Wolters und Partner)? Dann entsteht ein „Windpark“ von mehr als 19 Einheiten, der eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den gesamten Windpark erforderlich macht.

Holter Feld

Welche Abstände zur Wohnbebauung (zur Dahler Heide) werden eingehalten? 
Nach welchem Verfahren wurden diese Abstandsregelungen gesetzt?
In welcher Form wurden/werden die Dahler Bürgerinnen und Bürger über die aktuelle Planung informiert und einbezogen?

Zur weiteren WEA-Planung in Paderborn

Inwiefern werden bei der WEA-„Überplanung“ des Stadtteils Dahl die Maßgaben des Gebietsveränderungsvertrages vom 3./4.4. 1974 berücksichtigt?
In welcher Form werden die Bürgerinnen und Bürger in die Planungen eingebunden? Sind Bürgerversammlungen vorgesehen (wie das im NRW-Winderlass dringend empfohlen wird)?
Wann und wie wird die Akzeptanz der Bevölkerung abgefragt?
Welche vorsorglichen und vorausschauenden Konsequenzen zieht die Stadt aus den Umweltschutzauflagen, die das EU-Parlament verabschiedet hat? Danach ist beim Ausbau der Windindustrie künftig auch eine Abschätzung der optischen Auswirkungen erforderlich, „die die Sicht auf die Natur einschränken und die Harmonie der Landschaft stören“.