Borgmeier: „Es reicht keineswegs aus, den Betroffenen für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit einzig mit blumigen Allgemeinplätzen zu danken, wie es die Arbeitgeber bisher getan haben. Vielmehr muss sich eine ernsthafte Wertschätzung der sozialen Arbeit auch beim Gehalt bemerkbar machen. Die massiven Belastungen, unter denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sozialberufen zu leiden haben, sind seit Jahren bekannt. Wir unterstützen daher die Forderung nach einer Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und Tätigkeitsmerkmale, die zu deutlichen Einkommensverbesserungen führen würden“.

Der Streik geht jetzt bald in die vierte Woche und ein Ende ist nicht absehbar. Die Belastungen für die betroffenen Eltern sind unverkennbar. Und was ist vom Bürgermeister und Dezernenten zu hören?

„Sie waschen ihre Hände in Unschuld und erklären sich im Tarifstreit als 'Betroffene'. Erstens könnten sie sich mit den berechtigten Forderungen der streikenden Erzieherinnen solidarisch erklären und zweitens Druck auf den KAV ausüben. Von all dem ist nichts zu hören und zu lesen“, kritisiert Borgmeier die Äußerungen der Paderborner Verwaltungsspitzen.

Die Ratsfraktion zeigt sich beeindruckt von der hohen Streikbereitschaft der Erzieherinnen im Paderborner Land. „ Das ist beispielhaft und und zeigt, wie groß der Druck in den Kitas ist. Es zeigt aber auch, das man für die eigenen Interessen auch kämpfen, notfalls auch einen Arbeitskampf führen muss. Da hilft eben nur reden nicht. Das wurde jahrelang versucht“, zeigt Borgmeier Verständnis für den Streik.