Die Demokratische Initiative Paderborn (DIP) äußert sich kritisch zur Gelöbnisfeier der Bundeswehr auf dem Schützenplatz. In ihrer Stellungnahme heißt es:

Das Panzerbataillon aus Augustdorf richtet ein "feierliches Gelöbnis" aus für Rekruten der Bundeswehr, auf dem Schützenplatz in Paderborn, im Fackelschein, mit Militärmusik und einer Ansprache des Bürgermeisters unserer Stadt. Offensichtlich dient dies dem militärpolitischen Marketing. Aber was gibt da Grund zum "Feiern"?

Die Rekruten geloben: "Recht und Freiheiten der Bundesrepublik Deutschland tapfer zu verteidigen". Das wirft Fragen auf: Welches Recht, welche Freiheiten will wer uns nehmen? "Verteidigung" - wer greift die Bundesrepublik an? "Tapfer" - was heißt das in Zeiten der militärischen Todesmaschinen?

Weltweite kriegerische Einsätze heute - sie sollen "Interessen" dienen. So steht es in den Verteidigungspolitischen Richtlinien der Regierung. Wer sind die Interessenten? Es spricht der Paderborner Bürgermeister - im Namen aller Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt? Wer hat ihn dazu beauftragt?

Wir meinen: Es ist an der Zeit, die Probleme der Militärpolitik nicht durch fragwürdige Feierlichkeiten zu verdecken.