Auf diese Möglichkeit hatte die Linksfraktion /Offene Liste den Bezirksausschuss bereits im Februar 2016 (!) hingewiesen. Jetzt ist weiterhin die Autofahrt zum Bahnhof Hövelhöf die bessere Variante. Hier gibt es auch einen 30 Minuten Takt der Bahn.
Auch im Bereich Busverkehr gibt es einige unschöne Neuerungen für Sande: So sieht das neue Konzept keine direkte Verbindung nach Schloss Neuhaus vor. Die Linie 58 verlässt Sande und startet erst ab dem Hermann-Löns Stadium. Wer demnächst mit dem Bus nach Schloß Neuhaus fahren möchte, der ist auf die neue Linie 8 angewiesen. Diese fährt über Elsen, der Römerstraße nach Schloss Neuhaus. "Da kann man fast zu Fuß am Kanal langlaufen", meint Neumann, "das wäre dann wahrscheinlich noch schneller."
Auch von der Line 6 können sich die Sander Bürger verabschieden: Sie beginnt erst an der Haltestelle Mühlenteichstraße in Elsen. Dafür startet dann ab der Karl-Korthaus-Straße die „verlängerte“ Linie 8. Somit kann man über Schloß Neuhaus immer noch "direkt" in die Innenstadt fahren. Es dauert eben "nur" 45 Minuten. Aber auch dafür hat das Konzept eine Lösung: Umsteigen! An der Mühlenteichstraße fährt ja wieder die Linie 6. "Diese neue Möglichkeit wird besonders alle Menschen freuen, die mit Kinderwagen oder Krückstock unterwegs sind oder anderweitig in ihrer Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sind", meint Neumann.
Einen kleinen "Trost" gibt es immerhin: Die Linie 68 bleibt den Sandern erhalten. Sie wird allerdings über die Erzberger Straße geführt, um das neue Baugebiet Alanbrook Kaserne besser anzubinden.
"Insgesamt bedeutet das neue Nahverkehrskonzept für Sande eher einen Rückschritt", resümiert Günter Neumann, "was zählt ist wohl nur das große Ganze - Schade für Sande."