Alte Planung soll endlich eingestampft werden

Die Mehrheiten sind eindeutig. Niemand stellt im politischen Raum die Nutzung der Alanbrooke-Kaserne als neuen Standort der Verwaltung ernsthaft in Frage. "Jetzt müssen zeitnah Beschlüsse gefasst werden," fordert Reinhard Borgmeier, Vorsitzender der Ratsfraktion der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP), „dann kann die Planung weiterentwickelt und konkretisiert werden. Noch sind eine Menge Fragen zu klären. Vor allem muss endlich der Standort Florianstraße aufgegeben und das Ausschreibungsverfahren eingestellt werden".

Die DIP hatte als einzige Ratsfraktion gegen den so genannten "wettbewerblichen Dialog“ gestimmt, der in einem komplizierten Bieterverfahren die Standorte Abdinghof und Florianstraße gekoppelt hatte. Einmal auf der Schiene, hätte der Zug auch von der Politik nicht mehr gestoppt werden können. Vor den rechtlichen und finanziellen Risiken dieses Verfahrens, einschließlich des angedachten Investorenmodells, hatten auch große Teile des Rates erhebliche Bedenken.

Wenn die Grundsatzentscheidung für die Alanbrooke-Kaserne gefallen ist, muss geklärt werden, welche Teile der Verwaltung am Abdinghof bleiben sollen und was mit den restlichen Gebäuden geschieht.

Vor allem kann dann die Florianstraße einer Vermarktung zugeführt werden. Die DIP hatte schon vor zehn Jahren gefordert, einen städtebaulichen Wettbewerb für eine künftige Nutzung auszuloben. "Hier könnte ein Modellprojekt für innenstadtnahes bürgerfreundliches Wohnen, generationsübergreifend und sozial integrativ, mit Kleingewerbe und Dienstleistungsangeboten entstehen. Flächenbedarf für neuen Wohnraum wird an vielen Stellen reklamiert. Hier liegt er praktisch vor der städtischen Haustür", so Borgmeier.

Borgmeier abschließend: "Viel Zeit ist schon ins Land gegangen. Wer addiert einmal die gewaltigen Summen, die für Planung und Gutachten ausgegeben wurden? Jetzt muss gehandelt werden."