Der Nahkauf am Lichtenturmweg schließt zum 31. Mai dieses Jahres. Damit entfällt für alle Anwohner/innen die Möglichkeit fußläufig einzukaufen.
Auf Initiative der DIP hatte im April zu diesem Thema eine Anwohnerversammlung stattgefunden, bei der auch Vertreter der Stadt anwesend waren. Bislang ist noch kein Nachfolger für das Lebensmittelgeschäft gefunden worden. Jetzt sind die Anwohner direkt an Bürgermeister Dreier herangetreten, mit der Bitte, doch noch eine Lösung für den Erhalt der Nahversorgung am Lichtenturmweg zu finden.
Gemeinsam mit Marlies Spanuth übergab gestern Peter Leppin, der die DIP im Sozialausschuss vertritt, eine Liste mit ca. 900 Unterschriften der Anwohner, die sich für den Fortbestand des Lebensmittelgeschäftes einsetzen. Dazu Peter Leppin:"Mit der Übergabe dieser Unterschriften wollen wir noch einmal deutlich auf das Recht zur Nahversorgung hinweisen. Für alle Anwohner/innen ist es wichtig, die Möglichkeit zu haben, fußläufig einzukaufen - in besonderem Maße trifft das auf alte und behinderte Menschen zu."
Die soziale Komponente des Marktes dürfe man ebenfalls nicht unterschätzen, meint Leppin, denn ein Einkauf bedeute immer auch ein Treffen der Menschen aus dem Quartier und diene somit dem kommunikativen Zusammenhalt. Vielleicht sei es ja möglich, im Rahmen einer Bürgerinitiative nach einer Lösung zu suchen. Auch der Fraktionsvorsitzende der DIP, Reinhard Borgmeier, unterstützt die Aktion und fügt ergänzend hinzu: "Die DIP versteht sich hier auch als "Sprachrohr" der Menschen, deren Stimmen ansonsten nicht gehört werden."