Betr.: „Platz für die Bundeswehr“ in der NW vom 26.04.2014

Von Rainer Lummer

Echt CDU-Dreier: Nun hat er kundgetan, dass er im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister nach dem Abzug der Briten die weitere militärische Nutzung der Senne unterstützen werde, dann durch eine Schrumpfeinheit deutscher Soldaten. Eine friedliche Wertschöpfung in dieser Region kann sich der Bürgermeisteraspirant nicht vorstellen, ein Nationalpark kommt für ihn nicht in Frage. Vermutlich hält Dreier die Militärs für die besten Naturschützer. Dieses Märchen haben neulich schon hiesige Jungunionisten verbreitet: Für die schöne Landschaft hätten Soldaten und Schäfer gesorgt. Wer etwas über die massiven und fortgesetzten Umweltbeschädigungen durch Militärs in der Senne erfahren möchte, lese in der letzten Ausgabe der Zeitung "Unsere Senne", herausgegeben vom Aktionskreis Freie Senne, nach.

Für viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ist klar: Nach 120 Jahren Militärgeschichte muss Schluss sein mit der militärischen Nutzung der Senne. Nur ein Nationalpark bietet höchst möglichen Schutz für hunderte bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Zugleich macht er diese einmalig schöne Landschaft für Menschen erlebbar und bietet die Chance zu friedlichem Wirtschaften durch vielfältige touristische Erschließung. In Sennelager könnte ein Tor zum Nationalpark Senne entstehen, mit Umweltstationen, Umweltjugendherberge, Grünem Klassenzimmer, Biologischer Station. Damit würden neue Arbeitsplätze entstehen. Herr  Dreier ist dabei, diese historische Chance für die Region Paderborn zu verspielen.