Nach dem BDI räumt nun die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Fehler ein

Berlin. »Und schon wieder muss ein TTIP-Befürworter sagen: Wir haben falsch informiert«, erklärte Foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode am Freitag. Nach dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) musste nun auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) Falschinformationen über die wirtschaftlichen Chancen von TTIP korrigieren. Wie der BDI hatte auch die arbeitgebernahe INSM mögliche wirtschaftliche Effekte zehn Mal größer dargestellt, als sie nach Einschätzung in Studien sein könnten. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte beide Organisationen zuvor öffentlich und per Brief aufgefordert, die falschen Angaben zurückzuziehen.

Weiter operieren der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und die CDU mit falschen Zahlen über die angeblichen Beschäftigungszuwächse des geplanten transatlantischen Freihandelsabkommens, teilte Foodwatch mit.

»Die Kampagne der TTIP-Fans entlarvt sich mehr und mehr als das, was sie ist: eine große Luftnummer«, sagte Bode. Kühne Träume würden als Fakten dargestellt, Chancen von TTIP aufgebauscht und Risiken geleugnet. »Allein das sollte das Misstrauen der Bevölkerung wecken: Wer so unaufrichtig informiert, der hat etwas zu verbergen. Das ist der beste Grund dafür, die TTIP-Verhandlungen jetzt zu stoppen«, so Bode.

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(c) Neues Deutschland 2015

Grafik: Ulla Wanko