Die Lage wird immer schwieriger. Jeden Monat müssen 40 bis 50 Flüchtlinge in Paderborn untergebracht werden. Die Wohnverhältnisse sind beengt und teilweise unzumutbar. Schon wird laut über Container-Lösungen nachgedacht.

Gleichzeitig stehen Häuser und Wohnungen leer, zum Beispiel Mehrfamilienhäuser in Sennelager. Allerdings stehen sie dem Wohnungsmarkt nicht zur Verfügung. Sie werden von den britischen Streitkräften genutzt. Die Leerstände werden als Reserve für kurzfristig zurückkehrende Soldaten benötigt, so die Begründung der britischen Army.

Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP) im Rat: „Das versteht doch kein Mensch mehr. Ab 2016 soll der Abzug beginnen. Sollten tatsächlich Engpässe entstehen kann kurzfristig auf andere Standorte in OWL ausgewichen werden. Andererseits platzen die Flüchtlingsunterkünfte aus allen Nähten. Am Ende muss viel Geld investiert werden für Wohnraumschaffung oder gar für den Ankauf von Containern, die bald womöglich nicht mehr gebraucht werden. Da kann man doch wohl erwarten, das Verständnis für die Situation in Paderborn aufgebracht wird“.

Die Ratsfraktion fordert den Bürgermeister und die Verwaltung auf, mit Nachdruck mit den Briten zu verhandeln.Borgmeier: „Vor allem muss jetzt schnell verhandelt werden. Der Druck wächst von Tag zu Tag. Wir wollen in Paderborn eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen“.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Borgmeier