Die zunehmende Zahl der wohnungslosen Menschen beschäftigt auch die Linksfraktion / Offene Liste. Seit 2011 erhöhte sich ihre Zahl in Nordrhein-Westfalen laut Sozialministerium um fast 60 % auf über 25.000. Die Linksfraktion / Offene Liste wollte sich ein Bild machen über die Situation wohnungsloser Menschen in Paderborn. Sie besuchte den Verein KIM- Soziale Arbeit e.V., der sich als Verbund unterschiedlicher sozialer Einrichtungen um Menschen in schwierigen Lebenssituationen kümmert.

Dafür gibt es in einem Land mit der stärksten Ökonomie Europas keine Vorbilder. Cornelius Renk, Betriebsrat bei der Stute-Tochter Faethe Labor befindet sich im Hungerstreik für einen Tarifvertrag und höhere Löhne.
„Wer zu solchen drastischen Mitteln greift muss schon sehr verzweifelt sein“, zeigt Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion / Offene Liste im Paderborner Stadtrat Verständnis.
„Wer seit 15 Jahren keine Lohnerhöhung erhält und als Fachkraft 11,80 € verdient, arbeitet sowieso schon für einen Hungerlohn“.

Im November dieses Jahres wurde das 1. ÖPNV-Konzept für die Stadt Paderborn vom Rat beschlossen. Daran anknüpfend beantragt die Linksfraktion / Offene Liste in der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses ein Konzept für die Einrichtung eines „City-Shuttles“ zu prüfen.
„Gemeinsam mit dem Padersprinter könnte die Stadt einen entsprechenden Vorschlag erarbeiten“, sagt Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion / Offene Liste. Dabei gelte es zu prüfen, welche verkehrlichen Effekte damit zu erreichen seien und wie hoch der Kostenaufwand wäre. Auch Erfahrungen aus anderen Städten sollten herangezogen werden.

5 mehrtägige Ferienfreizeiten mit Übernachtung sowie Stellen, die die
Öffnung an einem Tag des Wochenendes für 4 Jugendzentren zu ermöglichen, beantragt die Linksfraktion / Offene Liste in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am kommenden Mittwoch.
„Mit diesen Anträgen wollen wir einen Schritt zur Bekämpfung von Kinderarmut gehen“, sagt Roswitha Köllner, stellvertretende Faktionsvorsitzende der Linksfraktion / Offene Liste und Mitglied im Jugendhilfeausschuss. „Denn Armut ist nicht nur ein materielles Problem, sondern ist begleitet von sozialer Isolation und mangelhafter Teilhabe.“ In Paderborn leben allein über 4000 Kinder und Jugendliche in Bedarfsgemeinschaften, hinzu kommen diejenigen in Familien mit Niedriglohneinkommen.

Gemeinsam mit SPD und Grünen beantragt die Linksfraktion / Offene Liste in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses 7.000 Euro für die Beratungsstelle pro familia in Paderborn.

Beratungsstellen mit dem Schwerpunkt Schwangerenberatung / Familienplanung / Paar- und Sexualberatung sowie Schwangerenkonfliktberatung gibt es mehrere im Kreisgebiet Paderborn, pro familia ist davon die einzige, die konfessionell ungebunden und unabhängig ist.

Reinhard Borgmeier und Roswitha Köllner sprachen mit NGG Gewerkschaftssekretär Armin Wiese (hinten links) und den Streikenden.

Seit dem 8. November ist die Hälfte der Belegschaft des Faethe Labors im unbefristeten Streik. Sie kämpfen für höhere Lohnzahlungen und einen Tarifvertrag. Als Institut für Frucht- und Gemüse-Technologie-Untersuchung arbeitet das Labor für den Nahrungsmittelhersteller Stute. Obwohl der Betrieb rechtlich eigenständig ist, wird er von der Stute-Gruppe beherrscht. Die Linksfraktion / Offene Liste zeigte sich solidarisch mit den Streikenden und sprach mit den Mitarbeitern vor Ort.

Günter Neumann

Am Mittwoch wurde im Bezirksausschuss Schloß Neuhaus / Sande das neue Nahverkehrskonzept des NPH (Nahverkehrsverbund Paderbon Höxter) für das Stadtgebiet Paderborn vorgestellt.
Wer sich dabei einige Verbesserungen für Sande erhoffte, wurde schnell eines Besseren belehrt.
"Die Möglichkeit von Sande aus den Haltepunkt der Sennebahn anzubinden, wurde leider nicht umgesetzt", so Günter Neumann, der die Linksfraktion /Offene Liste im Bezirksausschuss vertritt. "Damit hätte man zusätzlich zur Anbindung des Industriegebiets Sennelager-Mitte auch eine Verbindung für Bahnreisende Richtung Norden schaffen können." Auf diese Möglichkeit hatte die Linksfraktion /Offene Liste den Bezirksausschuss bereits im Februar 2016 (!) hingewiesen. Jetzt ist weiterhin die Autofahrt zum Bahnhof Hövelhöf die bessere Variante. Hier gibt es auch einen 30 Minuten Takt der Bahn.

„Jetzt hat es auch noch mal die FDP im Bauausschuss gehört: Ein vierspuriger Ausbau der Bahnhofstraße in beide Richtungen ist aus Platzgründen nicht möglich. Eine Parallel-Brücke für die Bauzeit geht aus technischen und Kostengründen nicht“, kommentiert Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion/Offene Liste im Rat der Stadt Paderborn die Beantwortung einer entsprechenden Anfrage der FDP.

Auflösung der Anstalt wäre die größte Sparmaßnahme
Eine geschlagene Stunde mussten sich die Mitglieder des Hauptausschusses und des Rechnungsprüfungsausschusses ziemlich sinnfreie Benchmarks und zweifelhafte mathematische Berechnungsmethoden anhören, um sich danach wieder wichtigeren Dingen widmen zu können.
„Die banale Erkenntnis des GPA, dass der kommunale Haushalt seit Jahren defizitär und eine rechnerisch festgelegte Ausgleichsrücklage fast verbraucht ist, hat mich doch fast vom Rathausstuhl gehauen“, kommentiert Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion/Offene Liste im Rat, den Bericht, „kein Wort zur strukturellen Unterfinanzierung der Kommunen, kein Hinweis darauf, dass zu viele finanzielle Lasten auf die Kommunen abgewälzt werden“.

Die Eisenbahnbrücke über die Bahnhofstraße ist marode. Sie muss erneuert werden. Darüber sind sich alle einig. Wie aber soll der Straßenausbau gestaltet werden? Die Verwaltung will den zweispurigen Ausbau stadtauswärts ab Almerfeld. Die Begründung: Dann kann der Verkehr an der Kreuzung Bahnhofstraße/ Heinz Nixdorf Ring in Stoßzeiten besser abfließen. Der Zeitgewinn betrüge eine Ampelschaltung, also 90 Sekunden.