Die Vereinbarung zwischen den Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD in Sachen Fracking sei "schon wieder in Frage gestellt", berichtet die FAZ (18.11.) Die Bundesumweltministerin Hendricks (SPD) lege die ausgehandelten Vorgaben für "unkonventionelles Bohren" strenger aus als bisher besprochen, beklagte sich die umweltpolitische Sprecherin der Unionsfraktion. Noch unklar ist auch, welche Rolle die vorgesehene wissenschaftliche Kommission spielen wird, der es obliegen soll, die "Unbedenklichkeit" von Bohrungen zu bewerten.

"Bundesregierung offen für Fracking" - meldet die "Frankfurter Allgemeine" (17.11.2014).

Offenbar hat das Kabinett Merkel mit Rückhalt bei den Koalitionsparteien die Absicht, nun doch dem umstrittenen Verfahren zur Gewinnung von Schiefergas gesetzlich die Bahn zu öffnen, auf möglichst unauffälligem Wege, mit Hilfe einer "Expertenkommission". In dem Bericht der FAZ heißt es: "Frühere Pläne für ein solches Verbot bis zu einer Tiefe von drei Kilometern sind damit offenbar vom Tisch".